Marketing

11. Oktober 2018 | 486 mal gelesen

Es gibt gutes und weniger gutes Marketing.

Zu letzterem gehört ganz sicher auch, mit Lockangeboten zu werben, die am Ende kaum einer bekommt, um so doch noch den Einen oder Anderen zu deutlich ungünstigeren Konditionen zum Abschluss zu bewegen.

So geschieht es derzeit auf manchen Internetplattformen für Konsumentenkredite, die mit Negativzinsen werben. Wer sich also z.B. 10.000 Euro leiht, muss nach 2 Jahren aufsummiert nur 9.959 Euro zurückbezahlen. Das Problem dabei: Nach Abschluss der Online-Bonitätsprüfung bleibt kaum ein Interessent übrig, dem diese Konditionen eingeräumt werden.

Was aber vielleicht noch gravierender ist: Den Menschen wird suggeriert, dass es für die Aufnahme eines Kredites eine Belohnung gibt. Da ist der Schritt noch deutlich kürzer zu kreditfinanzierten Konsumausgaben, die man eigentlich möglichst vermeiden sollte.

Deshalb: Einen Konsumentenkredit sollte man auf keinen Fall aufnehmen mit dem Motiv, einige Euro geschenkt zu bekommen. Denn ob es die gibt, ist fraglich. Und jeder Kredit muss früher oder später – meist aus dem laufenden Einkommen – zurückbezahlt werden. Wenn überhaupt macht ein Konsumentenkredit deshalb vor allem für eine Umschuldung Sinn, wenn beispielsweise Monat für Monat hohe Zinsen auf ein dauerhaft überzogenes Girokonto gezahlt werden.