Kapriolen

3. August 2017 | 4.262 mal gelesen

So manche Kapriole hat die anhaltende Phase der Null- und Negativzinsen bereits hervorgebracht. Eine neue kommt aktuell hinzu.

So berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 7. Juli 2017, dass die Kölner Finanzämter ihre Konten bei der Kölner Sparkasse gekündigt haben.

Der Grund: Wegen reichlich sprudelnder Steuereinnahmen verfügen die Finanzämter zumindest vorübergehend über erhebliche Guthaben, was sie bei den Banken zu institutionellen Anlegern macht.

Und die bekommen längst auf größere Einlagen im sechs- oder siebenstelligen Bereich Negativzinsen berechnet. So nun auch die Kölner Finanzämter, die somit aus Steuergeldern Negativzinsen finanzieren müssten.

Im Grunde machen es die Finanzämter deshalb richtig und besser als viele Privatanleger, die sich mit Nullzinsen auf ihre Guthaben begnügen, obwohl es – im Zweifel bei anderen Banken oder Fondsgesellschaften – Anlageformen mit Rendite gibt.

Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Wer seine Steuern überweist, also keinen Bankeinzug vereinbart hat, muss definitiv in den Überweisungsvorlagen die Bankverbindung anpassen.