Eins zu eins

12. Juli 2017 | 2.581 mal gelesen

Eins zu eins, im Fußball oft Ausdruck eines nicht besonders mitreißenden Spiels ohne Sieger.

Blickt man auf die Demografie in Deutschland, läuft langfristig bis zum Jahr 2060 auch alles auf ein “eins zu eins” hinaus.

Denn dann kommt in etwa auf einen Erwerbstätigen ein Nicht-Erwerbstätiger. In Zahlen: Den für das Jahr 2060 im Rahmen der aktuellen Generali Altersstudie 2017 prognostizierten knapp 38 Millionen Erwerbstätigen stehen dann rund 12 Millionen Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren und rund 23,2 Millionen Rentner über 65 Jahren gegenüber.

Dies entspricht einem Quotienten von Erwerbstätigen zu Nicht-Erwerbstätigen in Höhe von 0,93, der im Jahr 2016 noch bei 0,64 liegt.

Was heißt das?

Die Lasten, die die Erwerbstätigen neben ihrem eigenen Lebensunterhalt und der eigenen Vorsorge für die Finanzierung der eigenen Kinder sowie der Rentner aufbringen müssen, erhöhen sich dramatisch. Der Effekt wird umso stärker, je mehr sich die zukünftigen Rentner auf das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung verlassen.

Wer sich den damit verbundenen Risiken für die spätere eigene Rente nicht aussetzen will, hat nur eine Wahl: Das eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen und die eigene Altersvorsorge so weit wie möglich unabhängig machen vom Einkommen der dann Erwerbstätigen. Denn die werden die Lasten allein nicht tragen können.

Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland für das Jahr 2060
Quelle: Statistisches Bundesamt