Rückzug auf Raten

21. April 2017 | 2.095 mal gelesen

Der Finanzmarkt ist erheblich in Bewegung. Regulierung, Digitalisierung und Nullzinsphase sind die wesentlichen Ursachen dafür.

Besonders betroffen sicherlich die Banken und Sparkassen. Das wird auch nach außen sichtbar, denn die Anzahl der Filialen hat sich in den letzten Jahren drastisch verringert – ein Ende des Abbaus ist nicht absehbar.

So sind die Banken heute in viele Gebieten nur noch durch Bankautomaten sichtbar. Doch auch deren Abbau ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Denn aktuell wickeln die Deutschen bereits 44 Prozent aller Zahlungen mit “Plastik” oder online, also im Internet bzw. bargeldlos über Geld-, EC- oder Kreditkarte ab – Tendenz schnell steigend.

Dies könnte sich noch beschleunigen, wenn, so wie ganz aktuell, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken dazu übergehen, den eigenen Kunden für Geldabhebungen eine Gebühr abzunehmen. Denn damit wird erstmals das Bezahlen mit Bargeld kostenpflichtig.

Zu Ende gedacht wird es Filialen nur noch in Städten und insgesamt immer weniger Geldautomaten geben.

Immer deutlicher zeichnet sich damit das zukünftige Modell des Bankgeschäftes ab. Es besteht im wesentlichen aus drei Elementen:

  1. Einem hocheffizienten Online-Banking, über das der Kunde sämtliche Bankgeschäfte einfach, schnell und kostengünstig abwickeln kann.
  2. Einem zentralen Back-Office der Bank, in dem Produkte gebaut, Prozesse organisiert, Kundengelder angelegt und Kreditentscheidungen getroffen werden.
  3. Und einem kompetenten Vermögensberater vor Ort, der all das übernimmt, was die Kunden benötigen, mangels Filialen vor Ort aber nicht mehr erhalten: Nämlich eine umfassende Beratung in allen Fragen der Finanzplanung, der Geldanlage und bei Kreditbedarf.