“Wider den Verstand”

22. März 2017 | 13.113 mal gelesen

Ohne jeden Zweifel ist inzwischen in der Bevölkerung die Erkenntnis vorhanden, dass tradierte Sparformen wie das Sparbuch oder Festgelder keinen Sinn mehr machen, da man damit real Geld verliert.

Aktien und Aktienfonds sind vor allem für langfristig orientierte Anleger mehr als nur eine Alternative. Und trotzdem ist der Anteil der Sparer, der in Aktien oder aktienbasierte Fonds investiert, immer noch sehr niedrig. Eine aktuelle Studie hat sich damit beschäftigt, warum so viele “wider den Verstand” handeln, indem das Geld zinslos auf dem Sparbuch bleibt und um Aktien ein großer Bogen gemacht wird.

  • So verbinden überhaupt nur 29 Prozent der Befragten mit Aktien und Aktienfonds etwas Positives, während die meisten das Sparbuch sehr positiv bewerten.
  • Viele glauben, man könne nur mit größeren Beträgen in Aktien investieren, diese Anlageform sei deshalb für Kleinanleger nicht zugänglich. Fondssparpläne sind jedoch bei den meisten Gesellschaften schon ab 25 Euro pro Monat möglich.
  • Viele gehen davon aus, dass man bei aktienbasierten Anlagen generell einem Totalverlustrisiko ausgesetzt ist, Verluste also nicht begrenzt werden können. Bei Aktienfonds ist dies ausgeschlossen, und es gibt Mischfonds und Garantiefonds, die das Verlustrisiko stark begrenzen.
  • Die Höhe der Gebühren wird von vielen überschätzt.
  • Nur 21 Prozent der Befragten wussten, dass Aktien neben möglichen Kursgewinnen im Normalfall auch jährliche Dividenden abwerfen und in diesem Punkt unmittelbar vergleichbar sind mit jährlichen Zinsausschüttungen. Die Aktien der DAX-30-Unternehmen erzielen aktuell im Schnitt allein aus Dividenden eine Rendite von rund 3 Prozent – zzgl. der Chance auf Kursgewinne. Darüber hinaus gibt es Aktienfonds, die speziell in dividendenstarke Unternehmen investieren.
  • Die Rendite von Aktien wird mit vermuteten durchschnittlichen 3,6 Prozent massiv unterschätzt. Der langjährige Durchschnitt liegt bei rund 8 Prozent.

Was lehren die Ergebnisse der Studie?

Einer der Hauptgründe für die fehlende Verbreitung von Aktien und Aktienfonds sind offensichtlich eklatante Wissensdefizite.

Wohl dem, der einen kompetenten Berater mit einer gesetzlichen Zulassung zur Finanzanlagenvermittlung nach § 34f Gewerbeordnung an seiner Seite hat, der informiert, erklärt und bei der Auswahl und beim Abschluss der für den Kunden am besten geeigneten Anlageform unterstützt. Denn all das kann mit Blick auf die Alternativen sehr viel Geld wert sein.

 


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