Intelligentes Outsourcing

2. März 2017 | 1.370 mal gelesen

Auch im Jahr 2016 verzeichnete die Lebensversicherung mit über 25 Milliarden Euro wieder ganz erhebliche Zuflüsse aus Einmalbeiträgen.

Woher kommen die Mittel?

Ein Teil sicherlich aus der Wiederanlage von fällig werdenden Geldern aus Kapitallebensversicherungen, die in eine private Rentenversicherung investiert werden. Eine zweite Quelle sind die von den Banken an ihre Kooperationspartner vermittelten Einmalbeiträge als Kapitalanlage. Mit je nach Versicherer bis zu 1,5 Prozent Zins kann das durchaus für mittel- bis kurzfristig orientierte Kunden ein gutes Geschäft sein, und die Bank verdient über die Provision mit.

Der Löwenanteil der Einmalbeiträge hat aber eine ganz andere Quelle: Es handelt sich hierbei um erhebliche Summen, die Unternehmen auf Lebensversicherer und Pensionskassen übertragen.

Der Grund für diese besondere Form des “Outsourcing” liegt auf der Hand:

Immer noch sind rund 50 Prozent aller Pensionszusagen in Deutschland Direktzusagen. Aber auch für die Wirtschaft wird es immer teurer, diese auszufinanzieren. Denn den Pensionen liegen kalkulatorische Zinsen zugrunde, die am Kapitalmarkt bei weitem nicht mehr erzielt werden können. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken wollen viele Unternehmen aus ihren Bilanzen haben. Die Lösung: Eine Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung mit Übertragung auf darauf spezialisierte Unternehmen.

Sicherlich eine gute Entscheidung, ganz besonders für kleine und mittelständische Familienunternehmen. Denn wohl kein Firmenchef möchte sein Unternehmen später einmal mit hohen stillen Lasten aus nicht ausfinanzierten Direktzusagen an die nachfolgende Generation übertragen.