Weiße Flecken

28. Mai 2015 | 112 mal gelesen

Rund 50.000 Bank- und Sparkassenfilialen gab es in Spitzenzeiten in Deutschland. 35.000 sind es heute noch, ein Rückgang um 30 Prozent.

Wer glaubt, dass damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist, irrt. So prognostiziert die DZ-Bank in einer aktuellen Studie (s. Handelsblatt vom 26. Mai 2015) einen weiteren Rückgang um nochmals 40 Prozent auf weniger als 20.000 Filialen im Jahr 2030.

Die Folge, so die DZ-Bank: Es würden in der Fläche weiße Flecken entstehen, aber die Kunden hätten lediglich einen etwas weiteren, jedoch akzeptablen Weg bis zur nächsten Filiale zu gehen.

Wenn das mal kein Irrtum ist. Denn schon heute nimmt ein Großteil der Bank- und Sparkassenkunden die Filialen gar nicht mehr in Anspruch, sondern wickelt sämtliche Bankgeschäfte online ab. Und Bargeld gibt´s am Automaten. Aber vielleicht sind auch die im Jahr 2030 mit Blick auf die immer weiter um sich greifenden bargeldlosen Zahlungswege überflüssig.

Die Schlussfolgerung könnte also auch lauten: Eine Branche schafft sich selbst ab, der Beratungsbedarf aber bleibt. Eine große Chance für jeden Vermögensberater, denn der ist nicht auf kostspielige Filialen angewiesen.

Zeitungsausriss_Handelsblatt-Filialsterben


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