Verharmlosung

16. Februar 2015 | 806 mal gelesen

Negativzinsen – ein tatsächlich neues Wort in unserem Sprachgebrauch, das allein schon deshalb neu sein muss, weil die damit beschriebene Situation so noch nie vorkam. Nämlich die Tatsache, dass Banken für Spareinlagen keine Zinsen zahlen, sondern welche belasten.

Bei Firmenkunden mit größeren Anlagebeträgen geschieht dies ganz offen, bei Privatkunden eher “versteckt”, indem beispielsweise Kontoführungsgebühren erhöht oder neuerdings Serviceleistungen wie das Erstellen einer neuen EC-Karte mit hohen Kosten belegt werden.

Doch das nur am Rande. Viel wichtiger sind die Signalwirkungen einer solchen Situation.

Bislang wird das Thema allenfalls am Rande zur Kenntnis genommen, vielleicht auch, weil der Begriff Negativzinsen eher technisch-harmlos klingt. Der beste Beweis dafür: Die vielen Milliarden Euro auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten, die Tag für Tag an realem Wert verlieren.

Vielleicht sollten die Medien deshalb anstelle des Wortes Negativzinsen einen prägnanteren Begriff wählen.

Zum Beispiel “Bußgeld für Sparer”. Die Gebührenordnung der Banken ist dann der Bußgeldkatalog.

Vielleicht würde dann endlich der eine oder andere wach werden und sich dazu beraten lassen, wie man auch in einem Niedrigzinsumfeld sein Geld mehren kann.   

In der neuen Ausgabe unseres Kundenmagazins geben wir Tipps,
wie man in Zeiten von Niedrigzinsen richtig spart.