Dauerbrenner

8. Dezember 2014 | 751 mal gelesen

Es gibt sie tatsächlich: Verbraucherschützer oder Zeitungen, die den Menschen dazu raten, in jungen Jahren noch nicht fürs Alter vorzusorgen.

Das kann nur im Einzelfall sinnvoll sein, wenn die finanziellen Mittel gerade bei jungen Menschen dafür einfach noch nicht vorhanden sind. Dass aber selbst ein Auszubildender nicht in der Lage sein sollte, ein paar Euro monatlichen Eigenbeitrag aufzubringen, um sich so die Riesterzulage zu sichern, dürfte die Ausnahme sein. Und all diejenigen, die jungen Menschen zum Abwarten raten, vergessen eines: Je früher man beginnt, desto einfacher gelingt es, spätere Versorgungslücken zu schließen.

Und so kommt das Wochenjournal FOCUS in seiner Ausgabe vom 10. November 2014 (Heft 46/14) auf den Seiten 62 ff. genau zu den richtigen Schlüssen: Altersvorsorge sollte in jeder Phase des Berufslebens ein Thema sein, je nach Möglichkeiten, aber eben fortwährend, und zwar schon mit Eintritt in das Berufsleben.

So wird Berufseinsteigern im FOCUS unter anderem dazu geraten, sich auf keinen Fall Riester-Zulagen entgehen zu lassen. Jungen Familien wird aufgezeigt, wie die eigene Immobilie einen Beitrag zur Altersvorsorge leisten kann. Menschen in der “Phase Ü45” sollten sich spätestens jetzt um eine Betriebsrente kümmern. Und wer älter als 55 Jahre ist, hat möglicherweise alle Schulden bezahlt und kann größere Beträge investieren, um so die Altersvorsorge aufzustocken, beispielsweise mit Einmalbeiträgen in eine aufgeschobene lebenslange Rente.

Am Ende ist es oft zweitrangig, über welches konkrete Produkt die Altersvorsorge aufgebaut wird. Denn die Möglichkeiten sind vielfältig. Am Ende ist das Produkt auch das Ergebnis der finanziellen Möglichkeiten und der persönlichen Präferenzen der Menschen. Entscheidend ist vielmehr, überhaupt vorzusorgen.