Provisionen – viel besser als ihr Ruf (7)

31. Oktober 2014 | 682 mal gelesen

Mit dem zum 1. August 2014 in Kraft getretenen Honorarberatungsgesetz will die Politik die Honorarberatung auf dem deutschen Finanzmarkt regeln und fördern. Dabei schwingt mit: Der Provision als eine über Jahrzehnte etablierte Vergütungsform für Vermittler und Berater auf dem Finanzmarkt soll etwas entgegen gestellt werden, was vermeintlich besser ist.

Was dabei oft übersehen wird: Die Provision ist weit besser als ihr Ruf. In einer kleinen Serie wollen wir dies mit insgesamt 10 schlagkräftigen Argumenten hinterlegen.

Heute:

Qualität der Beratung

Zahlt eine Versicherung oder Bank einem Vermittler eine Provision, so hat sie ein Interessse daran, dass im Vorfeld eine qualifizierte Beratung stattgefunden hat. Denn ansonsten wird der Vertrag nicht dauerhaft bestandsfest sein.

Banken und Versicherer bilden deshalb ihre Berater auf eigene Kosten intensiv aus. Und sie fordern Provisionen zurück, wenn Verträge vorzeitig beendet werden. Auf diesem Wege wird nachhaltig Einfluss auf die Qualität der Beratung genommen. Ein Einfluss, dem ein unabhängiger Honorarberater nicht unterliegt. Hier muss der Endverbraucher darauf vertrauen, dass der Berater von sich aus in seine Ausbildung investiert. Und wird ein Vertrag vorzeitig beendet, besteht keinerlei Rückforderungsanspruch auf das bereits gezahlte Honorar.