Renditeschwach

16. Oktober 2014 | 875 mal gelesen

Niedrige Zinsen – wohin mit freiem Geld? Glücklich darf sich schätzen, wer in dieser schwierigen aber dennoch komfortablen Situation ist.

Und allzu viele schwören dabei aktuell auf den Erwerb einer Immobilie, die dann vermietet und über hoffentlich schnell steigende Immobilienpreise zusammen mit den Mieteinnahmen hohe Renditen abwerfen wird.

Doch was ist die Realität?

Durchschnittlich zwischen zwei und drei Prozent Rendite pro Jahr lassen sich aktuell mit fremdvermieteten Immobilien erzielen, so das DIW Deutsche Institut für Wohnwirtschaft (s. DIE WELT vom 18. September 2014, S. 13). Erschreckend: Rund 8,5 Prozent der Immobilienanlagen hatten negative Renditen, rund 25 Prozent eine Rendite von null und mehr als 50 Prozent eine Rendite von weniger als 2 Prozent. Bei einer Inflationsrate von 2 Prozent rentiert sich damit jede zweite Immobilienanlage nicht. Die größten Renditekiller: das Hausgeld, Instandhaltungsmaßnahmen, Kosten bei Mieterwechsel und ausfallende Mieteinnahmen, vor allem durch Leerstand.

Ernüchternde Auswertungen des DIW, die hoffentlich jeder zur Kenntnis nimmt, der derzeit über eine Kapitalanlage in Immobilien nachdenkt. Vielleicht fällt dann die Wahl doch eher auf andere Produkte, zum Beispiel auf eine Anlage in offenen Immobilienfonds, die im Regelfall auch nach Abzug der Inflationsrate noch mit einem kleinen Plus aufwarten können.   


Schlagwörter: ,