Provisionen – viel besser als ihr Ruf (4)

7. Oktober 2014 | 384 mal gelesen

Mit dem zum 1. August 2014 in Kraft getretenen Honorarberatungsgesetz will die Politik die Honorarberatung auf dem deutschen Finanzmarkt regeln und fördern. Dabei schwingt mit: Der Provision als eine über Jahrzehnte etablierte Vergütungsform für Vermittler und Berater auf dem Finanzmarkt soll etwas entgegen gestellt werden, was vermeintlich besser ist.

Was dabei oft übersehen wird: Die Provision ist weit besser als ihr Ruf. In einer kleinen Serie wollen wir dies mit insgesamt 10 schlagkräftigen Argumenten hinterlegen.

Heute:

Empirische Relevanz

Honorarberatung ist schon heute möglich. Dennoch übersteigt im Versicherungsbereich die Anzahl der Honorarberater kaum die Anzahl von 200 und stagniert seit Jahren. Die Quirin-Bank, einzige Bank in Deutschland, die ausschließlich auf Honorarbasis arbeitet, verzeichnet seit ihrer Gründung im Jahr 1998 Verluste und hat bislang noch nicht die Grenze von 10.000 Kunden erreicht. All dies beweist, dass die Menschen in Deutschland überwiegend kein Interesse an einer Honorarberatung haben und im Gegenzug provisionsbasierte Beratung in breiten Bevölkerungskreisen vollumfänglich akzeptiert ist – weil sie dem Endverbraucher im Vergleich zum Honorar Vorteile bietet.