Negative Zinsen

30. September 2014 | 1.123 mal gelesen

“Banken verlangen Strafzinsen” – so ein aktueller Artikel im Wirtschaftsteil der FAZ.

Dargestellt wird das Beispiel der bekannten Baumarktgruppe Hornbach, die davon berichtet, dass inzwischen mehrere Banken dazu übergehen, kurzfristige Einlagen des Unternehmens mit Strafzinsen belegen.

Ganz konkret bedeutet dies: Die Baumärkte bringen abends die Tageseinnahmen zur Bank und müssen dann je nach Volumen dafür Gebühren bezahlen.Verkehrte Welt, denn in der Logik des Geldwesens bekommt man für Einlagen Habenzinsen, während man für Kredite Sollzinsen bezahlt.

Möglich, dass es mit Blick auf die weiterhin extrem niedrigen Leitzinsen bald auch den Privatanlegern so gehen könnte. Hier wohl nicht in Form von volumenabhängigen “Strafzinsen”, sondern wohl eher über deutlich steigende Gebühren, z.B. für die Kontoführung.

Bleibt am Ende: Wer Tagesgeld zur Bank bringt, muss vielleicht schon bald damit rechnen, nicht nur real, sondern sogar nominal Geld zu verlieren. Vielleicht sollte man deshalb jetzt in die Aktien von Herstellern von Safes investieren.

 

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