Überflüssige Makler?

24. September 2014 | 723 mal gelesen

“Wir werden die Branche radikal vereinfachen. Makler, die zum Kunden fahren, werden überflüssig”, so Christian Wiens, Inhaber eines “start-ups”, das eine neue App entwickelt hat.

Was kann die App und warum ersetzt sie angeblich den Makler?

Über die App kann der Nutzer Kontakt mit seinem Versicherer aufnehmen, und dieser sendet darauf hin die Vertragsdaten zu bestehenden Versicherungen. Diese sollen dann übersichtlich mit den wichtigsten Daten über die App angezeigt werden. Zudem kann der Nutzer über die App Schadenfälle melden und ggf. direkt Kontakt mit dem Versicherer aufnehmen. Finanzieren will sich das start-up aus Bestandsprovisionen, die die Versicherer überweisen (s. Handelsblatt vom 18. September 2014, S. 32).

Was ist davon zu halten?

Nützlich sicherlich eine online-Übersicht zu bestehenden Verträgen. Nützlich auch Kontaktfunktionen.

Aber kann dies einen persönlichen Berater ersetzen? Wohl kaum, denn die Aufbereitung bestehender Verträge ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben, die dieser für den Kunden übernimmt. Hinzu kommen beispielsweise die Bedarfsermittlung, die Überprüfung bestehender Verträge, Durchführung von Vertragsänderungen usw. Und diese Aufgaben deckt die App nicht ab. Dennoch viel Erfolg.

Ausriss_Handelsblatt


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