Test

25. Juli 2014 | 878 mal gelesen

Jeder zweite Deutsche hat nur wenig Ahnung von Finanzthemen

Immer wieder wird moniert, dass das Grundwissen der Deutschen zu finanziellen Fragestellungen völlig unzureichend ist.

Dies ist auch Grund dafür, dass das Geld auf dem Sparbuch angesammelt oder dem Rat eines anderen gefolgt wird, der nicht unbedingt die Interessen des Kunden im Blick hat.

Doch wie steht es denn nun wirklich um das Finanzwissen der Deutschen? Dazu gab es einen Test (s. Süddeutsche Zeitung vom 11. Juli 2014). Dabei wurden nur drei Fragen gestellt:

  1. Wie viel sind 100 Dollar bei einer Verzinsung von zwei Prozent pro Jahr nach 5 Jahren wert? Mehr als, weniger als oder genau 102 Dollar? 
  2. Wenn die Rendite eines Sparbuchs bei einem Prozent liegt und die Inflation bei zwei Prozent, können Sie sich von dem dort hinterlegten Geld nach einem Jahr mehr, weniger oder gleich viel kaufen?
  3. Ist die nachfolgende Aussage wahr oder falsch? Eine einzelne Aktie zu kaufen, liefert in der Regel eine sicherere Rendite als ein Aktienfonds.

Liest man die Fragen, sucht man nach der “Finte”, so leicht erscheinen die Antworten.

Dennoch: Nur rund jeder zweite Deutsche beantwortet alle drei Fragen richtig. Damit dürfte wohl außer Frage stehen: Das Finanzwissen der Deutschen ist wahrlich nicht sehr ausgeprägt.

Aber was ist die Konsequenz?

Ja, es ist richtig, dass die Verankerung von Finanzwissen in den Lehrplänen der Schulen eine gute Idee wäre. Ebenso richtig und wichtig ist, dass die Medien finanzielle Fragestellungen aufgreifen und sie einfach und sachgerecht darstellen.

Aber all das wird nie und nimmer ausreichen, um das Gros der Menschen in die Lage zu versetzen, alle Fragen der Absicherung, der Vorsorge, der Finanzierung und des Vermögensaufbaus eigenständig mit der notwendigen Kompetenz zu regeln.

Und genau deshalb ist es so wichtig, dass es kompetente Berater gibt, die als “Spezialisten” den Menschen weiter helfen. Genauso wie es Ärzte, Steuerberater oder Rechtsanwälte gibt. Denn auch in diesen Bereichen würde noch so viel Schulunterricht nicht das abdecken können, was an Kompetenz und Erfahrung für gute Entscheidungen benötigt wird.      


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