Gegen alles…

23. Mai 2014 | 854 mal gelesen

Nicht nur die Menschen in Deutschland, auch die Verbraucherzentralen wissen und sind sich einig: Die Allermeisten werden im Alter allein von der gesetzlichen Rente nicht leben können und müssen deshalb privat vorsorgen.

Doch wie? Da scheiden sich die Geister.

Ausführlich beschäftigte sich das Magazin des Kölner Stadtanzeigers mit dieser Frage und zitiert dabei immer wieder Verbraucherschützer und Honorarberater.

  • Von privaten Rentenversicherungen wird abgeraten, da man wenig Zinsen bekommt und gegen die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten ansparen muss.
  • Von fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen wird ebenfalls abgeraten, weil sie viel Sachkenntnis erfordern.
  • In jungen Jahren sollte man eigentlich noch gar nicht fürs Alter vorsorgen, weil man dann bis zur Rente nicht an das Geld kommt oder dadurch Verluste macht.  
  • Und von Bausparverträgen sollte man auch die Finger lassen, da diese kompliziert sind und viele Fallstricke enthalten.
  • Empfohlen wird die Altersvorsorge über Aktienindexfonds, aber längstens bis zum Alter 40, denn ab dann sollte man in sichere Anlageformen wechseln.

Der unbedarfte Leser jenseits der 40 dürfte sich nun fragen: Was soll ich denn jetzt machen? Darauf gibt es keine Antwort.

Fest steht: Wer heute mit 63, 64 oder 65 in Rente geht und in jungen Jahren eine private Rentenversicherung, zusätzlich irgendwann eine fondsgebundene Lebensversicherung und dann vielleicht auch noch einen Bausparvertrag abgeschlossen und bis zum Ablauf durchgehalten hat, dürfte beim Lesen dieser Ratschläge nur den Kopf schütteln. Denn wer so gehandelt hat, dessen Rente ist sicher.

Gut deshalb, dass in Deutschland immer noch die meisten Menschen auf einen kompetenten Berater vertrauen.