Nachholbedarf

24. März 2014 | 484 mal gelesen

Private Altersvorsorge ist unerlässlich.

1.083 Euro haben die Bundesbürger pro Kopf im Jahr 2012 in private Lebens- und Rentenversicherungen investiert (s. DIE WELT). Knapp unter hundert Euro im Monat also.

In zweierlei Hinsicht nicht viel:

  • Wer 30 Jahre lang 100 Euro in eine private Rente einbezahlt, bessert damit zwar sein Vorsorgepolster auf, kann aber ganz sicher im Alter keine großen Sprünge machen. Dennoch: Besser als nichts.
  • Im europäischen Quervergleich liegen die Deutschen mit diesen Beträgen weit hinten. So investieren beispielsweise die Briten 2.740 Euro im Jahr, die Belgier 1.925 Euro und die Franzosen 1.728 Euro. 

Worauf kommt  es an?

Diejenigen, die sehr wenig Geld haben und deshalb auch die genannten 100 Euro im Monat nicht aufbringen können, sollten zumindest die Chance nutzen, staatliche Zulagen im Rahmen der Riesterförderung zu erhalten. Denn die gibt es schon bei sehr niedrigen Eigenbeiträgen, die fast jeder aufbringen kann.

Und für alle gilt: Der Aufbau der privaten Altersversorgung sollte eigentlich erst mit dem Eintritt in den Ruhestand als “erledigt” eingestuft werden. Bis dahin ist es ratsam, das Thema jedes Jahr auf die Tagesordnung zu nehmen. Sprich: Sich ein Bild davon zu machen, mit welchen Leistungen im Alter mit den bereits abgeschlossenen Verträgen zu rechnen ist. Welche Versorgungslücke noch besteht. Und mit welchem Umfang das Vorhandene aufgestockt werden kann. Anlässe dafür gibt es bei fast jedem, seien es Gehaltserhöhungen, Sonderzahlungen oder eine kleine Erbschaft.   

Fest steht: Wer möglichst früh mit der privaten Altersversorgung anfängt und die Aufwendungen dafür im Zeitablauf immer wieder z.B. durch Einmalbeiträge oder neu abgeschlossene Verträge erhöht, wird im Alter aller Voraussicht nach über ausreichend Geld verfügen können.


Schlagwörter: