Großzügiger als gedacht

28. Februar 2014 | 389 mal gelesen

Versicherer zahlen großzügiger als gedacht, so die FAZ in ihrer Ausgabe vom 27. Februar 2014.

Eine erfreuliche Erkenntnis, die einmal mehr die Leistungsfähigkeit der deutschen Versicherungswirtschaft belegt und dem Vorurteil begegnet, Versicherer würden sich davor drücken, Schäden zu regulieren. Interessant wäre, all diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die im Juni 2013 vom Hochwasser betroffen waren und von extrem schneller und unbürokratischer Hilfe ihres Versicherers profitieren konnten.

Doch die FAZ belegt die Leistungsfähigkeit der Branche mit einem anderen, vielleicht noch sensibleren Thema: Der Regulierungspraxis in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn hier handelt es sich einerseits um menschliche Schicksale, andererseits ist aber das Manipulationspotential in diesem Segment durchaus hoch.

Dennoch lässt sich die Statistik sehen: 22.000 Neuanmeldungen zur Berufsunfähigkeit gab es im letzten Jahr. 70 Prozent davon wurden bewilligt. Nach 170 Tagen waren die Fälle im Schnitt abgeschlossen, mit kontinuierlich abnehmender Regulierungsdauer in den letzten 5 Jahren. Bei den abgelehnten Fällen gab es nur in 2,1 Prozent der Fälle eine abstrakte Verweisung. 

All dies zeigt: Die Versicherungswirtschaft arbeitet zuverlässig und zügig. Dass Schadenmeldungen bei erkennbaren Unregelmäßigkeiten überprüft und im Einzelfall auch Zahlungen – z.B. im Falle eines versuchten Betruges – rechtmäßig abgelehnt werden, liegt im Wesen der Versicherung. Und hilft im Übrigen dabei, die Versicherungsprämien niedriger zu halten, wovon am Ende alle Kunden profitieren.