Marktbereinigung

18. Januar 2014 | 770 mal gelesen

Fast alle, die im Internet Versicherungen kaufen, tun dies wegen des Preises. Ohne sich beraten zu lassen und oftmals unter Inkaufnahme von Abstrichen in der Qualität der Produkte, was Leistungsumfang und Service angeht.

Wer sich als Versicherer in diesem Segment auf Dauer erfolgreich behaupten will, hat so insoweit nur eine Chance: Er muss möglichst zu den drei billigsten Anbietern gehören. Denn warum sollte jemand, der besonders günstig einkaufen will, einen dahinter plazierten auswählen?

Das bekam in den letzten Jahren wohl auch der Direktversicherer der Gothaer, die Asstel zu spüren. Dieser im Jahr 1998 hoffnungsvoll gegründete Lebens- und Sachversicherer erzielt heute rund 260 Millionen Euro Umsatz. Nicht genug oder nicht ertragsstark genug. Denn der Versicherer wird auf das “Mutterhaus” Gothaer fusioniert (s. Süddeutsche Zeitung vom 14. Januar 2014).

Der Name Asstel soll vom Markt genommen werden. Erneut ein Beweis dafür, dass Direktvertrieb in der Versicherungswirtschaft ein sehr kleines, dafür aber besonders umkämpftes Marktsegment ist.