Sturm im Wasserglas

16. Januar 2014 | 781 mal gelesen

Groß ist in diesen Tagen einmal mehr die Aufregung in den Medien: Vom “Ende der Lebensversicherung” ist teilweise die Rede.

Eine schon bekannte Schlagzeile. Aber sie – die Lebensversicherung – lebt immer noch, und nicht schlecht.

Der Hintergrund der Medienberichte: Mit Blick auf die seit Jahren extrem niedrigen Zinsen ist zu erwarten, dass der Garantiezins für Lebensversicherungen von aktuell 1,75 auf dann 1,25 Prozent abgesenkt werden muss. Denn die Kapitalanlagevorschriften setzen den Versicherern enge Grenzen und zwingen sie dazu, in festverzinsliche Papiere mit hoher Bonität und dadurch niedrigen Zinsen zu investieren. Ist aber die Rendite niedrig, muss auch die Garantie niedriger ausfallen, eine mathematische Konsequenz, weil auch Garantien erwirtschaftet werden müssen.

Doch das ist eben noch nicht einmal die Hälfte der Wahrheit:

  1. Der Kunde bekommt für die niedrigere Garantie eine konkrete Gegenleistung. Und die heißt Sicherheit. Denn jeder Kunde darf darauf vertrauen, dass sein Lebensversicherer auch in 20 oder 30 Jahren bei Fälligkeit der Leistung für die gegebene Garantie einsteht. Und da gerade deutsche Anleger sehr auf Sicherheit bedacht sind, gibt es wohl kein besser geeignetes Vorsorgeprodukt als die private Lebens- und Rentenversicherung. Denn kein anderes Produkt kann überhaupt und schon gar nicht mit vergleichbarer Sicherheit eine lebenslange Garantie mit 1,75 oder 1,25 Prozent bieten. 
  2. Der Garantiezins ist aber längst nicht die Rendite, die dem Kunden gutgeschrieben wird. Die liegt weit über 1,25 bzw. 1,75 Prozent. So hat die AachenMünchener Lebensversicherung, Premiumpartner der DVAG Deutsche Vermögensberatung, gerade für das Jahr 2014 eine Überschussbeteiligung in Höhe von 3,54 Prozent deklariert, also fast genau das Doppelte des aktuellen Garantiezinses.

Wann endlich beginnen die Medien damit, ihre Panikmache zu beenden und die private Lebens- und Rentenversicherung so darzustellen, wie es aus Sicht eines jeden Verbrauchers erwartet werden darf. Denn die wollen Orientierung durch solide Information, nicht aber in die Irre geleitet werden.