Weltspartag

5. Dezember 2013 | 920 mal gelesen

“Früher war der Weltspartag ein Höhepunkt für die Mitarbeiter, weil so viele Kunden kamen. Man dekorierte die Filiale mit Luftballons. Für die Kinder gab es Geschenke. Stofftiere, Schlüsselanhänger oder die Knox-Hefte.” So die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 29. November 2013, S. 3.

Geht man in der heutigen Zeit am 31. Oktober, dem Weltspartag, in eine Bank oder Sparkasse, herrscht dort Normalbetrieb. Keine Luftballons und auch keine Kinder, und wenn, dann nur sehr vereinzelt.

Damit zeigt sich das ganze Dilemma: Warum Geld aufs Sparbuch bringen, wenn es keinen Zins dafür gibt? So gut können sogar Kinder rechnen, und geben das Geld deshalb gleich lieber aus – fürs neue Handy oder für eine Play-Station.

Vordergründig könnte man sagen: Naja, so ist der Lauf der Dinge.

In Wirklichkeit geht aber etwas verloren, was schon Kindern dringend näher gebracht werden muss: Es lohnt sich zu sparen. Um sich später etwas leisten zu können. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.


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