“Grabbeltischpolice”

1. Dezember 2013 | 433 mal gelesen

Fast jeder hat das schon erlebt oder selbst mitgemacht: Es ist Schlußverkauf, die Läden wollen alles los werden und werfen alles unsortiert auf einen “Grabbeltisch”. Dafür ist es dann weit billiger als beim geordneten Einkauf mit ordentlichem und gut sortiertem Regal.

Diese Situation greift das aktuelle map-fax 47/13 auf und überträgt es auf die Autoversicherung: Grabbeltischpolice ist der Begriff, der dabei herauskommt. Treffend und anregend zum Schmunzeln die Bezeichnung.

Nachdenklich sollte aber der dahinter stehende Sachverhalt all diejenigen machen, die auf der Jagd nach dem billigsten Preis sind und sich insoweit auf dem Grabbeltisch der Autopolicen tummeln.

Denn: 85 Prozent der Prämieneinnahmen der Autoversicherer werden für Schadenzahlungen verwendet. Ein Versicherer, der die billigste Police anbieten will, wird also gar nicht umhin kommen, im Schadenregulierungsmanagement und beim Deckungsumfang ausgesprochen knauserig zu sein, um so den Schadenaufwand kleiner zu halten als die Konkurrenz.

Dies muss aber zwangsläufig für den Kunden bedeuten: Wer in der Autoversicherung nur auf den Preis achtet, kann ganz schnell in die Situation kommen, auf einem Schaden ganz oder teilweise sitzen zu bleiben.

Wer also im Internet oder in Internet-Vergleichsportalen – den Grabbeltischen der Autoversicherung – sucht, sollte genau hinschauen. Oder vielleicht doch den Rat eines kompetenten Beraters suchen.


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