Zwang zum Risiko

23. November 2013 | 647 mal gelesen

Es ist eine Art “Grundgesetz” der Geldanlage:

Wer hohe Rendite haben will, muss ins Risiko. Wer Sicherheit bevorzugt, muss Abstriche bei der Rendite machen.

Doch wieviel Risiko wiegt wieviel Sicherheit auf?

Maßgeblich für dieses Verhältnis ist unter anderem der Zinssatz für sichere Geldanlagen, z.B. Staatsanleihen mit minimalem Ausfallrisiko. Ist der Zins hoch, zumindest spürbar höher als die allgemeine Preissteigerung, ist es nicht notwendig, in riskante Anlagen zu investieren, um sein Geld zu mehren.  

Seit mehreren Jahren gilt jedoch das Gegenteil. Wer sichere Anlagen bevorzugt, verliert real Geld, mehr denn je mit Blick auf die erneute Absenkung des Leitzinsniveaus durch die EZB auf jetzt nur noch 0,25 Prozent.

Wer sein Vermögen nicht mindern will, hat also keine Wahl: ihn zwingt die EZB ins Risiko, z.B. in die Anlage des Geldes in Aktien oder in festverzinsliche Papiere mit niedriger Bonität und hohem Ausfallrisiko.  


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