Zeit zu handeln…

30. Oktober 2013 | 1.004 mal gelesen

Viel wird derzeit über niedrige Zinsen lamentiert, und tatsächlich liegt das Gros der liquiden Mittel der deutschen Haushalte auf real negativ verzinsten Sparbüchern und in Terminkonten.

Jeder, der sein Geld so anlegt – oder besser ablegt – sollte die FAZ vom 14. Oktober 2013 (Seite 17) lesen:

“Die Zukunft ist unbekannt. Wer dies anerkennt, hat bei der Geldanlage schon viel gewonnen.

Künftige Entwicklungen und längerfristige Trends lassen sich schlicht nicht vorhersehen. Zufällig mag der Anleger mit der ein oder anderen Prognose richtig liegen. Wer ehrlich zu sich selbst ist, würde sich jedoch bei einer längerfristigen Betrachtung eingestehen müssen, viele Entwicklungen so nicht erwartet zu haben. Gerade für die längerfristige Geldanlage, zum Beispiel die Altersvorsorge, ist dieser Grundsatz elementar.

Wer heute Geld anlegen möchte, damit er es in 30 oder 40 Jahren noch zur Verfügung hat, tut dies unter immenser Unsicherheit. Deswegen die Hände in den Schoß zu legen und das Geld auf nahezu unverzinsten Sparbüchern oder Tagesgeldkonten versauern zu lassen, wäre töricht. Das Geld ist auch dort nicht sicher. Ob die Einlagensicherung einen großen Ernstfall wirklich bewältigen könnte, sollte besser nicht ausgetestet werden.

Eine sichere Geldanlage gibt es nicht. Die aktuelle Niedrigzinsphase sollten die Anleger daher als Gelegenheit begreifen, ihre Trägheit zu überwinden und sich mit Anlageklassen jenseits der Bankkonten vertraut zu machen.”


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Anastasia Schmitt, 30. Oktober 2013 um 13:50 Uhr

    “Eine sichere Geldanlage gibt es nicht.”

    Schon immer so gewesen, aber wohl kaum einer wird es gewusst haben. Dennoch basiert unser Finanzsystem auf Vertrauen – war so, ist so und wird auch so bleiben. Meiner Meinung nach, darf die Einlagensicherung niemals in Frage gestellt werden!! Wenn denn ein so “großer Ernstfall” eintreten kann, wäre es vielleicht besser, dass Geld jetzt zu vergraben, dann kann man sich damit ein waremes Feuer machen, wenn man Enteignet auf dem Felde sitzt. Den Hintergrund des Artikels verstehe ich, aber wenn man ihn so liest, ist er wie ein zu nah am Meer gebautes Standhaus, dessen Bauherr die Erosion unterschätzt.