Erfahrungen zur Honorarberatung

26. Oktober 2013 | 568 mal gelesen

Ob das eine gute Idee war?

Großbritannien führte Ende 2012 ein Provisionsverbot für die Anlagevermittlung ein. Diese soll nur noch gegen Honorar möglich sein.

Nun gibt es erste Erfahrungsberichte (siehe Börsen-Zeitung vom 15. Oktober 2013, S. 2).

Eine davon: Die meisten Banken bieten im einfachen Privatkundengeschäft keine Beratung mehr an. Fast alle Banken “stürzen” sich auf vermögende Kunden, weil nur dort auskömmliche Honorare zu verdienen sind. Eine schlimme Entwicklung. Denn ausgerechnet diejenigen, die Beratung am nötigsten hätten, zum Beispiel, um alle staatlichen Förderungen zu nutzen, bekommen diese nicht mehr.

Eine zweite Entwicklung: Diejenigen, die sich gegen Honorar beraten lassen, wählen fast immer ein Honorar, das in Prozent des verwalteten Vermögens berechnet wird. Festhonorar oder Honorar nach Stundensatz wird hingegen meist nicht gewünscht.

Da fragt man sich schon, warum die Provisionsberatung abgeschafft wurde. Denn auch die Provision bemißt sich am Volumen des Neugeschäftes oder des Bestandes – in Prozent oder Promille.

Wie man sieht: Auch die Bürger in Großbritannien präferieren Beratung gegen Provision. Viel schlimmer aber noch: Viele erhalten gar keine Beratung mehr.