Wirtschaftsnobelpreis

25. Oktober 2013 | 607 mal gelesen

Es ist immer wieder spannend, alljährlich zu beobachten, wer die Nobelpreise bekommt.

In den Wirtschaftswissenschaften war es dieses Jahr der Ökonom Gene Fama, der den Preis für seine Forschungen zu ETFs / Indexfonds erhielt (siehe DIE WELT vom 19. Oktober 2013).

Diese haben für den Anleger den Vorteil und gleichermaßen den Nachteil, dass die Fonds exakt einen bestimmten Index wie z.B. den DAX nachbilden.

Der Vorteil besteht darin, dass man jederzeit weiß, wie sich das eigene Geld entwickelt, gleichzeitig im Vergleich zur Anlage in Einzelwerten auch eine bessere Streuung hat und damit in der Regel weniger Risiko eingeht.

Der Nachteil besteht in fehlender Flexibilität. So sind beispielsweise im DAX Automobil- und Bankwerte vergleichsweise stark gewichtet. Ist absehbar, dass eine oder beide Branchen auf eine Krise zusteuern, gibt es in einem DAX-gebundenen Fonds keine Möglichkeit, auf ein solches Szenario zu reagieren. Umgekehrt lassen sich absehbare Chancen in untergewichteten Branchen nicht nutzen.

Ganz anders bei einem gemanagten Fonds. Erkennt der Fondsmanager bei bestimmten Aktien oder in bestimmten Branchen besondere Chancen oder Risiken, kann er die Gewichtung der Papiere ändern und so reagieren, in der Regel zum Vorteil des Anlegers.  


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