Makler und Portale im Rückwärtsgang

23. Oktober 2013 | 920 mal gelesen

Letztendlich entscheiden die Versicherer selbst, mit welchen Vermittlern sie zusammenarbeiten und Geschäft annehmen.

Interessant insoweit immer wieder die jährliche Studie des Beratungshauses Towers Watson, in der Versicherungsmanager nach den Zukunftsaussichten für einzelne Vertriebswege befragt werden.

Ergebnisse der aktuellen Studie (siehe Magazin KURS vom 15. Oktober 2013):

Insbesondere Maklern und Versicherungsportalen werden für die eigene Geschäftspolitik für die Zukunft weniger Bedeutung beigemessen. Deutlich gestiegen hingegen in der Gunst der Manager: Gebundene Vertriebe.

Die Ursache für diese Einschätzungen: Makler und Maklerpools sind von bereits verabschiedeten und noch kommenden gesetzlichen Besschränkungen besonders hart betroffen.  


Schlagwörter: ,

Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Schmidt, 24. Oktober 2013 um 22:32 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach, nur wegen der Richtigkeit:
    In dem besagten Artikel von Ihnen wird auch sehr deutlich erwähnt, daß die Versicherer den Strukturvertrieben und Finanzvertrieben keine Zukunft mehr geben. Wenn Sie einen Artikel einstellen, sollten Sie auch bitte alles erwähnen. Der Kunde will heute Transparenz und Unabhängigkeit. So sieht die Realität aus.

  2. , 1. November 2013 um 09:08 Uhr

    @ Schmidt

    Und in diesem Punkt liegt der Artikel definitiv falsch: Unterstellt wird tatsächlich, dass gebundene Großvertriebe vor allem in der Autoversicherung stark an Internetportale verlieren werden. Das Gegenteil ist der Fall: Das Vermittlungsvolumen der DVAG in der Autoversicherung steigt von Jahr zu Jahr stark an.

  3. Jens Demsat, 7. Januar 2014 um 18:28 Uhr

    Hallo,

    die Zukunft gehört dem kundenorientierten Berater, der einen starken Rückhalt durch sein Betreuungsunternehmen hat, sowie marktfähige Produkte anbietet und besten Service für seinen Kunden leistet. Und hier kann ich nach nunmehr 29 Jahren in dem gleichen Unternehmen sagen: Die Deutsche Vermögensberatung bietet mir und meinen Kunden den bestmöglichen Nutzen! Unser System ist und bleibt die beste Basis für kundenorientiertes Handeln. Keinerlei Vorgaben, weder in der Branche,noch im Produkt, freies Entscheiden des Beraters nach den Wünschen und Zielen des Kunden – allerbest! Weiter so!

  4. Versicherungmaklerbüro Hartenstein, 17. Januar 2014 um 22:05 Uhr

    Jetzt muß ich mich aber doch sehr wundern, Herr Dr. LAch. In dem Bericht geht es um Lebensversicherungen und nicht um KFZ.
    Auch die Interpretation ist falsch. 41% der Befragten gehen von einer steigenden Bedeutung bezüglich Maklern aus. Das Jahr davor waren es 52%. Trotzdem ist das immer noch der Vertriebsweg, dem die Verantwortklichen die größten Chancen einräumen.
    Zudem kann ein normaler Makler sehr gut mit den Deckelungen der Provision leben. Problematisch wird es eben nur für diese, die sich komplett Vertrieben anschließen. Bestes Beispiel: Die sinnvolle Deckelung bei der PKV. Diese Deckelung liegt im Bereich von dem, was man als Makler bekommt. Bei Vertrieben ist das sicher ein Problem…..aber nicht für Versicherungsmakler mit eigenen Anbindungen. Bei diesen spielen Pools eh nur eine untergeordnete Rolle und dient als Ventillösung, wenn ein Produkt für den Kunden sinnvoll ist, man aber eben keine eigene Anbindung hat.
    Wer so arbeitet, hat auch keine Probleme mit Deckelungen etc.
    Ihre Interpretation der Zahlen ist so ei wenig wie in der Politik. Man stelle sich vor, die FDP bekommt bei der nächsten Bundestagswahl 9,5%. Ich hoffe die argumentieren dann auch nicht so, das sie Ihre Prozente verdoppelt haben und deswegen den Bundeskanzler stellen dürfen, da sie ja die Gewinner der Wahl seien…..es kommt halt immer darauf an, wie man die Zahlen interpretiert…..gelle Herr Dr. Lach 😉

  5. , 19. Januar 2014 um 12:39 Uhr

    @ Herr Hartenstein

    Ihre Zahlenakrobatik kann ich leider nur begrenzt nachvollziehen.

    Ihrer Sachargumentation kann ich hingegen durchaus viel abgewinnen.

    Makler, die so professionell sind, dass sie durchgängig mit Direktanbindungen arbeiten und dabei, wie dem Kunden versprochen, den Markt weitestgehend abdecken – einschließlich Direktversicherer, bei denen zugunsten des Kunden die Courtage schon mal sehr schmal ausfallen kann – sind unverzichtbarer Teil des Marktes.
    Nichts abgewinnen kann ich den sich so bezeichnenden unabhängigen Maklern, die einen Großteil ihres Geschhäftes über solche Pools abwickeln, die Makler in erster Linie über die Höhe der Courtage ködern. Dieses Geschäftsmodell führt – zu Lasten der Kunden – zu marktweit steigenden Provisionen, denn leider lassen sich sehr viele Versicherer auf die Preisforderunegn der Pools ein, um so deren Neugeschäft zu erhalten.