Unsinn zur Lebensversicherung (5)

16. Oktober 2013 | 623 mal gelesen

Immer wieder ist viel Unsinn zur Lebensversicherung zu lesen. Leider auch in namhaften Zeitungen und Zeitschriften, was dann entsprechende Wirkung bei den Verbrauchern hat. In einer kleinen Serie wollen wir deshalb Falschaussagen bzw. Halbwahrheiten zur Lebensversicherung aufgreifen und widerlegen.

Heute: Teil 5  – in der Lebensversicherung werden völlig überhöhte Provisionen gezahlt

Liest man Zeitung, bekommt man gelegentlich den Eindruck, dass die Berater in der Finanzbranche Unsummen an Geld verdienen, ohne dafür wirklich etwas zu leisten.

Anders ist wohl nicht zu erklären, dass immer wieder gefordert wird, z.B. Abschlussprovisionen zu deckeln oder sie am besten gleich abzuschaffen. Genannt werden dann Rechenbeispiele, wonach ein Vermittler für die Vermittlung einer Lebensversicherung mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro eine Abschlussprovision von 5.000 Euro erhält.

Doch wie sieht die Realität aus?

Einen interessanten Beitrag dazu liefert das aktuelle map-fax vom 13. September 2013. Dort wird vorgerechnet, dass der durchschnittliche Monatsbeitrag einer Lebensversicherung in Deutschland bei 53,80 Euro liegt. Bei 30 Jahren Laufzeit ergibt dies eine Beitragssumme in Höhe von 19.368 Euro.

Selbst bei einem durchaus ambitionierten Provisionssatz in Höhe von 3 Prozent ergibt dies eine Abschlussprovision in Höhe von 581,05 Euro. Vor Steuern und vor Kosten.