Unsinn zur Lebensversicherung (2)

13. Oktober 2013 | 1.161 mal gelesen

Immer wieder ist viel Unsinn zur Lebensversicherung zu lesen. Leider auch in namhaften Zeitungen und Zeitschriften, was dann entsprechende Wirkung bei den Verbrauchern hat. In einer kleinen Serie wollen wir deshalb Falschaussagen bzw. Halbwahrheiten zur Lebensversicherung aufgreifen und widerlegen.

Heute: Teil 2 – Dynamische Erhöhungen sind nicht sinnvoll

Vielfach wird Kunden geraten, auf den Einschluss dynamischer Erhöhungen zu verzichten, weil auch auf diese Erhöhungen Provision zu entrichten sei.

Ein solcher Rat ist grob fahrlässig, denn insbesondere private Rentenversicherungen dienen der Aufrechterhaltung des Lebensstandards im Alter. Und dazu bedarf es zwingend eines Inflationsausgleiches, der mit einer Dynamisierung der Rente automatisch gewährleistet ist.

Ein weiterer Vorteil: Es bedarf bei dynamischen Erhöhungen keiner erneuten Gesundheitsprüfung, d.h. eine sukzessive Aufstockung der Rente ist auch für denjenigen möglich, dessen Gesundheitszustand sich so verschlechtert hat, dass der Abschluss einer weiteren Rentenversicherung nicht mehr möglich wäre.

Und zu guter letzt: Die meisten Arbeitnehmer profitieren einmal im Jahr von tariflichen oder außertariflichen Gehaltserhöhungen. Was liegt da näher, als über dynamische Erhöhungen auch die laufende Beitragszahlung und damit die zukünftige Rente an gestiegenes Einkommen anzupassen? Und bleibt die Gehaltserhöhung einmal aus, ist es im Zweifel kein Problem, auch die Dynamik auszusetzen.

Bleibt am Schluss die Frage, warum der Berater für dynamische Erhöhungen Provision erhält. Ganz einfach. Weil er vielen Kunden während der Vertragslaufzeit die hier aufgeführten Vorteile einer Dynamik immer wieder näher bringen muss.


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