Unsinn zur Lebensversicherung (1)

12. Oktober 2013 | 622 mal gelesen

Immer wieder ist viel Unsinn zur Lebensversicherung zu lesen. Leider auch in namhaften Zeitungen und Zeitschriften, was dann entsprechende Wirkung bei den Verbrauchern hat. In einer kleinen Serie wollen wir deshalb Falschaussagen bzw. Halbwahrheiten zur Lebensversicherung aufgreifen und widerlegen.

Heute: Teil 1 – Kalkulation mit überzogener Lebenserwartung

Vorgeworfen wird den Lebensversicherern, dass sie im Bereich der privaten Rentenversicherung mit viel zu hohen Lebenserwartungen kalkulieren, was dann angeblich zu deutlich niedrigeren Rentenzahlungen führt.

Richtig ist: Tasächlich kalkulieren Lebensversicherer vorsichtig, um so ihr Leistungsversprechen – eine lebenslange garantierte Rente – erfüllen zu können.

Dies gilt auch für die Lebenserwartung, und gerade hier ist mit Blick auf die ständig steigende Lebenserwartung eine vorsichtige Kalkulation mehr als angebracht. 

Stellt sich heraus, dass die Beiträge aufgrund dieser Kalkulation tatsächlich zu hoch waren, entsteht ein so genannter “Risikogewinn”, also ein Gewinn aus dem Risikogeschäft, weil die Dauer der tatsächlichen Rentenzahlung unter der kalkulierten liegt. Dieser Risikogewinn wird in die RfB eingestellt und kommt so den Kunden in Form höherer Überschussbeteiligungen zugute.

Die zuviel gezahlten Beiträge führen über diesen Effekt zu höheren Rentenzahlungen.