Das Image der Riester-Rente

5. Oktober 2013 | 604 mal gelesen

Im Grunde ist sie eine sehr gute Idee, die Riester-Rente, denn unter Einbeziehung der staatlichen Zulagen ist sie für fast jeden eine der rentabelsten und gleichermaßen sichersten Vorsorgeformen überhaupt.

Da stellt sich schon die Frage, warum das Image dieses Produkt so gelitten hat.

Schuld daran ganz sicher Falschaussagen, falsche Berechnungen und verkürzte Darstellungen zur Riester-Rente, die in den Medien plaziert werden.

Mit Schuld aber auch der Staat und hier insbesondere das Gebaren der Zulagenstelle. Denn diese bucht bereits gutgeschriebene Zulagen ohne Vorankündigung, ohne Begründung und teils zu Unrecht einfach wieder zurück. Zehntausende solcher Fälle gibt es jedes Jahr, rund 700 Millionen Euro Zulagen wurden allein im Jahr 2012 zurückgebucht, so die aktuelle Ausgabe von “Finanztest”.

Wer davon betroffen ist, wird kein gutes Haar mehr an der Riester-Rente belassen, mal ganz abgesehen von dem ganzen administrativen Ärger, den eine solche Rückbuchung auslöst.

Wer dann keinen Vermögensberater hat, ist im Regelfall der Zulagenstelle hilflos ausgeliefert. Bis zu einem Jahr dauert es angeblich, bis so genannte Festsetzungsanträge von der Behörde bearbeitet werden. Solange bleibt dann der Riester-Sparer im Unklaren, ob der Vertrag überhaupt noch Sinn macht.