Bescheidene Bescheide

27. September 2013 | 623 mal gelesen

Fast jeder Erwachsene in Deutschland hat ein gewisses Bewusstsein dafür, dass im Alter das Geld knapp werden könnte. Allein der alljährliche Eingang des Rentenbescheides, der Auskunft darüber gibt, wieviel Rente man später bekommt, weckt Zukunftssorgen.

Grundsätzlich gut, denn nur so kehrt die Erkenntnis ein, dass privat vorgesorgt werden muss.

Doch leider sind diese für die meisten “bescheidenen Bescheide” noch nicht einmal die Hälfte der Wahrheit.

  1. Weil die ausgewiesene Rente nicht inflationiert ist. Selbst die aktuell niedrige Preissteigerungsrate führt dazu, dass eine heute ausgewiesene zukünftige Rente von z.B. 1.000 Euro in 25 Jahren gemessen in Kaufkraft wohl nur noch einen Bruchteil wert ist.
  2. Weil die meisten Renten zu versteuern sind, entweder nachgelagert ab 2040 in voller Höhe oder mit dem Ertragsanteil. Dies führt zu weiteren Einbußen in der Kaufkraft, je nach Rentenart und individuellem Steuersatz im Alter bei den meisten zwischen 10 und 20 Prozent.
  3. Weil bei Sozialversicherungspflichtigen und freiwillig gesetzlich Versicherten auf Renten sowie andere Einkommensarten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu entrichten sind (siehe dazu ausführlich DIE WELT vom 23. September 2013, S. 16).

Damit zeigt sich, dass die Sorgen der Menschen in Deutschland mehr als begründet sind, wenn es um die Rente geht.

Ebenso zeigt sich aber auch, wie kompliziert die Zusammenhänge sind. Als einer der ganz wenigen ist ein Vermögensberater in der Lage, die tatsächlich zu erwartende Rente unter Berücksichtigung von Steuern, Inflation und Sozialabgaben zumindest näherungsweise zu prognostizieren.

Und er kann Wege aufzeigen, wie unter Nutzung aller staatlichen Vergünstigungen zumindest effektiv gegengesteuert werden kann, damit im Alter nicht ein böses Erwachen den Traum vom sorgenfreien Ruhestand gänzlich zerstört.