100 Milliarden Euro

16. September 2013 | 709 mal gelesen

Rund 100 Milliarden Euro weniger Zinsaufwand auf Staatsanleihen hat Deutschland in den Jahren 2009 bis Ende 2013 aufgrund der durch die EZB künstlich niedrig gehaltenen Zinssätze zu bestreiten. So die Berechnung des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel.

Geld, das dem Staatshaushalt zur Verfügung steht. Und da ja Geld bekanntlich nie weg ist (nur ein anderer hat´s), stellt sich die Frage, wem diese 100 Milliarden Euro jetzt fehlen. Die Antwort ist ganz einfach: Zu einem großen Teil den fleißigen Sparern und Vorsorgern in Deutschland, denn die müssen sich auf der Guthabenseite mit entsprechend niedrigen Zinsen begnügen mit der Konsequenz, dass die ursprünglich geplanten Spar- und Vorsorgeziele nicht erreicht werden können.

Naheliegend da die Forderung an die Politik, zumindest einen Teil der Einsparungen weiterzugeben an diejenigen, die privat vorsorgen.

Z.B. durch höhere Riesterzulagen, durch Einbeziehung von Selbstständigen in die Riesterförderung, durch weitere Anhebung der im Rahmen der Rürup-Rente absetzbaren Beiträge oder durch Verzicht auf eine Besteuerung der Erträge aus privaten Rentenversicherungen. Denn auch die Politik sollte allergrößtes Interesse daran haben, dass das Volumen privater Vorsorge möglichst groß ist, um so den Sozialstaat zu entlasten.


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