“Genossen”

10. September 2013 | 725 mal gelesen

Die Grundidee der Genossenschaften war bei deren Entstehung, sich uneigennützig gegenseitig zu helfen, ganz im Gegensatz zu Unternehmen mit Gewinnabsichten und mit erwerbswirtschaftlichen Prinzipien.

Die Zeiten haben sich gewandelt, zumindest im Bereich der Banken. Denn die Raiffeisen- und Volksbanken sind diejenigen, die ihren Kunden das meiste Geld abnehmen. So zeigt eine aktuelle Auswertung (s. DIE WELT vom 9. September 2013, S. 15), dass gerade diesen Banken die mit Abstand höchsten Zinsen für die Inanspruchnahme des Dispositionskredites einstreichen. Die Volksbank Feldtal beispielsweise 14,75 Prozent, dicht gefolgt von zahlreichen weiteren Raiffeisen- und Volksbanken.

Jeder Kunde einer solchen Bank sollte also wissen, dass es mit dem Genossenschaftsprinzip nicht mehr weit bestellt ist und dass im Zweifel eine andere Bank – auch in anderen Bereichen – deutlich günstigere Konditionen bieten kann. Man könnte sogar so weit gehen, dass die Bezeichnung Genossenschaftsbank bei derart hohen Zinsen durchaus irreführend ist.