Intransparenz

28. August 2013 | 1.315 mal gelesen

Es gibt auf dem deutschen Markt kaum noch einen Versicherungsmakler, der sich nicht einem Maklerpool angeschlossen hätte.

Erstaunlich vor diesem Hintergrund, dass die Pools sich sehr bedeckt halten, was durchaus bedeutsame Informationen angeht. Dies ein zentrales Ergebnis einer Studie des Beratungshauses V.E.R.S. Leipzig GmbH (siehe Zeitschrift für Versicherungswesen Heft 16/2013, S. 510).

Immerhin veröffentlichen 29 der 32 untersuchten Pools einen Jahresabschluss. Bei vielen davon allerdings ohne Ausweis der Umsatzerlöse und ohne Angaben zu Fremdkapital und dessen Herkunft.

Und gerade letzteres wäre ausgesprochen interessant. Denn es ist naheliegend, dass der eine oder andere Versicherer großes Interesse daran haben könnte, Maklerpools zu finanzieren um so ggf. Einfluss auf die Positionierung der eigenen Produkte nehmen zu können. Von Unabhängigkeit des Pools ist dann wohl keine Spur mehr.   


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Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Versicherungmaklerbüro Hartenstein, 13. September 2013 um 12:42 Uhr

    Aber lieber Dr. Lach,

    wo ist das eigentliche Problem ? Ich kann keins erkennen. Ich arbeite sogar mit 3 Maklerpools zusammen. Wem die gehören interessiert mich nicht wirklich. Ich treffe die Entscheidungen. Die Pools sind reine “Erfüllungsgehilfen” für mich. Ich habe bei vielen Gesellschaften Courtagevereinbarungen. Bei “Exoten” die man vielleicht ab und an mal braucht, weil es dann sachdienlich für den Kunden ist, bediene ich mich sog. Pools.