Schrottanleihen

13. August 2013 | 685 mal gelesen

Der Begriff “Schrottimmobilie” hat sich im deutschen Sprachgebrauch durchaus etabliert, auch wenn sich dahinter nichts Gutes verbirgt. Es sind Immobilien, die “ahnungslosen” Anlegern als lukrative Geldanlage verkauft wurden und die sich im Nachhinein als nahezu wertlos heraus stellten.

Einen neuen, ähnlichen Begriff bringt das aktuelle map-fax 30 /13 vom 27. Juli 2013 auf den Markt: Schrottanleihen.

Auf den ersten Blick scheint klar zu sein, was damit gemeint ist: Stark ausfallgefährdete Anleihen hochverschuldeter Länder, bei denen der Zeichner Sorge haben muss, sein Geld zurück zu bekommen.

Doch weit gefehlt, genau das Gegenteil ist gemeint. Das map-fax bezeichnet bundesdeutsche Anleihen als Schrottanleihen, und diese sind im europäischen Vergleich die am wenigsten ausfallgefährdeten. Schrottanleihen deshalb, weil die Verzinsung mit weniger als einem Prozent noch nicht einmal die aktuelle Inflationsrate abdeckt und so dem Anleger reale Verluste beschert.

So kann man es auch sehen.