Shareholder Value

12. Juli 2013 | 644 mal gelesen

Ein wenig ist er in die Jahre gekommen, der Begriff “Shareholder Value”, also die Ausrichtung des Unternehmenswertes großer börsennotierter Unternehmen an den Interessen der Aktionäre.

Und deren Interesse besteht in erster Linie aus steigenden Aktienkursen und möglichst hohen Dividenden. Nicht schwer zu verstehen, dass diese Sichtweise vor allem bei kurzfristiger Interpretation schon mal zu Lasten der Kunden, Mitarbeiter und Vertriebe gehen kann.

Interessant vor diesem Hintergrund, dass die Allianz und die ERGO die ersten und bislang einzigen deutschen Lebensversicherer sind, die Lebensversicherungsprodukte ohne Garantiezins anbieten.

Denn ausgerechnet diese Gesellschaften sind direkt (Allianz) bzw. indirekt über die Münchener Rück (ERGO) im Blick der Börsen, Analysten und institutionellen Anleger. Möglich deshalb, dass eine Abkehr vom Garantiezins in erster Linie damit zusammen hängt. Man wird sehen, wie sich der Markt entwickelt.

Fest steht aber: Ohne Garantiezins ist die konventionelle Lebensversicherung aus Sicht des Kunden längst nicht mehr das, was sie mit einer solchen Garantie ist. Nämlich ein Produkt, bei dem auch der Großteil der Rendite fest in die spätere eigene Vorsorgesituation als Einnahme einkalkuliert werden kann. Gerade für die Altersversorgung ein dickes Plus.