Lohnt sich nicht?

22. Juni 2013 | 795 mal gelesen

Einem durchaus beträchtlichen Anteil der Bevölkerung fehlen schlichtweg die Mittel, um mit 100, 200 oder gar – sinnvollerweise – 500 Euro im Monat privat vorzusorgen.

Eigentlich war seinerzeit bei Einführung der Riester-Rente diese gar nicht primär für solche Menschen gedacht, sondern eigentlich für alle! Denn mit der Riester-Rente sollte – staatlich gefördert – die damals beschlossene Absenkung des Rentenniveaus kompensiert werden.

Das ist heute nur noch ein Nebenargument, viel mehr hat sich die Riester-Rente im Laufe der Zeit als erster Einstieg in die private Altersversorgung etabliert, ganz besonders auch für Geringverdiener, die sich schon mit minimalem Eigenbeitrag die zum Teil ansehnlichen Zulagen sichern können.

Dennoch verzichten immer noch sehr viele auf diese Form der Vorsorge. Manch einer auch, weil mit Eigenbeitrag zzgl. Zulage am Ende vielleicht nur eine Rente von 50 oder 70 Euro herauskommen wird. Dies scheint manchem nicht lohnenswert.

Eine fatale Fehleinschätzung, zumindest für diejenigen, die wenig verdienen und deshalb mit einer niedrigen gesetzlichen Rente rechnen müssen. So hat die BILD-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Juni 2013 sehr deutlich darauf hingewiesen, dass schon heute jeder zweite Rentner weniger als 700 Euro gesetzliche Rente erhält.

Manch einer davon wäre heute sicher froh, hätte er vor 25 oder 30 Jahren ein mit der Riester-Rente vergleichbares Vorsorgeprodukt abgeschlossen, um so jetzt zusätzlich zu den 700 Euro Rente noch eine Riester-Rente in Höhe von 70 Euro im Monat zu erhalten. Denn wer nur 700 Euro bekommt, für den sind 70 zusätzliche Euro sehr viel wert.