Demografie mal anders …

18. Juni 2013 | 670 mal gelesen

Immer mehr ältere und immer weniger junge Menschen in Deutschland – diese Entwicklung ist inzwischen jedem bekannt.

“Demografische Probleme” gibt es nunmehr aber auch in einem anderen Bereich: Immer mehr Häuser in Deutschland kommen in die Jahre, werden 50, 60 oder 70 Jahre alt.

Und das führt dazu, dass die Schadenzahlungen bei den Wohngebäudeversicherern steigen. In erster Linie wegen einer starken Zunahme von Leitungswasserschäden (siehe z.B. Kölner Stadtanzeiger vom 1. Juni 2013, S. 9). Zudem tobt in dieser Sparte seit Jahren ein erheblicher Preiskampf, da Kunden mit Eigenheim für die Versicherer aus vielerlei Hinsicht lukrativ sind und deshalb nicht durch Preissteigerungen oder Sanierung des Vertrages verärgert werden sollen.

Die Konsequenz: Seit Jahren sind die Prämien für die Versicherung von Wohngebäuden viel zu niedrig. Dass nunmehr eine ganze Reihe von Versicherern die Verträge umstellt und dazu die bestehenden kündigen muss, scheint “ruppig”, ist aber wohl, wenn man den Gesetzen der Versicherungstechnik folgen will, ein überfälliger Schritt. Hätte man diesen früher in kleineren “Häppchen” getan, wäre die Aufregung nun nicht so groß.