Lösungsansatz

8. Juni 2013 | 763 mal gelesen

Zunehmend setzt sich auch in den Medien die Erkenntnis durch, dass die andauernde Niedrigzinsphase deutlich negative Auswirkungen auf das langfristige Vorsorgesparen hat. Auch wir haben hierzu hier im Blog bereits mehrfach Stellung genommen.

Was jedoch bislang fehlt, sind überzeugende Lösungen. Denn es wäre zu einfach, massive Zinserhöhungen zu fordern. Die Konsequenzen eines solchen Schrittes liegen auf der Hand und niemand kann sie ernsthaft wollen: Staatsbankrotte in hochverschuldeten Euroländern mit ebenso fatalen Auswirkungen auf die Anlagebestände derjenigen, die Anleihen dieser Länder gezeichnet haben. Weitere milliardenschwere Rettungspakete. Oder der Zerfall des Euro. Dies nur einige der vorstellbaren Szenarien.

Man kann es also drehen und wenden wie man will, die niedrigen Zinsen werden uns wohl noch eine Weile erhalten bleiben (müssen).

Was könnte eine Lösung sein?

Warum nicht eine deutlich weitergehende staatliche Förderung der privaten Vorsorge durch staatliche Zulagen und Steuervorteile.

Zum Beispiel durch Ausweitung der Riesterzulagen auf andere Vorsorgeprodukte. Zum Beispiel Rückkehr zur alten Regelung, nach der 100% der Erträge aus Lebensversicherungen steuerfrei waren. Zum Beispiel deutliche Anhebung der Steuerfreibeträge bei Vorsorgeaufwendungen.

All dies hätte den Vorteil, dass Mindererträge aufgrund niedriger Zinsen kompensiert werden durch staatliche Zulagen und Steuervorteile. Der Staat würde über diesen Weg den Bürgern das zurückgeben, was er ihnen über die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen nimmt oder nehmen muss. Höhere Steuervorteile und höhere staatliche Zulagen anstelle von höheren Zinsen – ein möglicher Weg, um Vorsorge wieder attraktiv zu machen. Denn am Ende kann es dem Vorsorgesparer gleichgültig sein, woher die Rendite kommt. Hauptsache, Vorsorge lohnt sich.


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