Falsch verstandener Verbraucherschutz

7. Mai 2013 | 694 mal gelesen

Der Staat sorgt sich mit Blick auf die demografische Entwicklung um die Absicherung seiner Bürger im Alter – sei es im Rahmen der Altersvorsorge oder im Bereich der Pflegevorsorge. Für beide Bereiche gibt es staatlich geförderte Produkte.

Immer lauter werden in diesem Zusammenhang diejenigen Kritiker, die behaupten, diese Produkte seien zu kostenintensiv.

Wie so oft hört die Politik – leider manchmal unreflektiert – auf solche angeblichen Verbraucherschützer und trägt deren Gedankengut Rechnung. Indem beispielsweise die Beiträge zur staatlich geförderten Pflegeversicherung (“Pflege-Bahr”) nur recht niedrige Provisionen enthalten dürfen.

Bleibt also die Situation, dass es jetzt eine staatlich geförderte Pflegeversicherung gibt, aber kaum ein Krankenversicherer mag sie anbieten. Und kaum ein Berater mag sie zum Kunden tragen. Denn auch Versicherer und Berater müssen ihre Kosten decken.

Was also soll ein staatlich gefördertes Produkt zu einem sehr wichtigen Thema wie Pflege, wenn es am Ende kaum einer kaufen wird – mangels Angebot und / oder mangels Beratung?

Verbraucherschutz, der nicht nur ins Leere geht, sondern gefährlich ist für die Versorgung der Bevölkerung.