Vorsorge – aber wie?

2. Mai 2013 | 1.411 mal gelesen

Ausführlich beschäftigt sich das Handelsblatt vom 5. April 2013 (S. 58 f.) mit dem Thema Vorsorge.

Aktien und Aktienfonds werden empfohlen, von Gold und Immobilien wird tendenziell abgeraten und die Lebensversicherung wird mit den üblichen Argumenten kritisiert, weil ja eine aktuelle Durchschnittsrendite von 3,6 Prozent am Markt viel zu niedrig sei.

Nun denn, den Punkt treffen die Ausführungen zum Sparbuch, denn dieses wird mit der Überschrift präsentiert:

“Sicher Kapital vernichten”

Stimmt: Sicher ist das Sparbuch bis zu einer bestimmten Einlagenhöhe. Und Kapital vernichtet man damit allemal. Denn aktuell liegt die durchschnittliche Verzinsung marktweit bei ungefähr 0,3 Prozent.

Schade, dass dem Redakteur auch hier nicht aufgefallen ist, dass die Lebensversicherung die zwölffache (!) Rendite einbringt. Im Gegensatz zum Sparbuch die Hälfte davon sogar steuerfrei. Hier gilt also:

“Sicher Kapital vermehren”

Und auf was sonst kommt es an beim so wichtigen Thema Vorsorge?


Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. Wolfgang, 4. Mai 2013 um 09:22 Uhr

    Schade, dass immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen ( verwechselt ? ) werden. Dabei lernen Vermögensberater explizit darauf zu achten. Nun, eine Lebensversicherung ist keine Kurzzeitsparversion und ein Sparbuch keine Langfriststrategie. Blogleser können zwischen den Zeilen lesen !

  2. geraldehrlich, 6. Mai 2013 um 11:53 Uhr

    Zitat: “Aktien und Aktienfonds werden empfohlen, von Gold und Immobilien wird tendenziell abgeraten …”
    Sind alles keine kurzfristigen Anlagen, sondern bestens mittelfristige, oder? Warum also die LV ausklammern?

    Liebe Grüsse,
    gerald ehrlich

  3. Anastasia Schmitt, 13. Mai 2013 um 11:17 Uhr

    Was ich mich frage:
    Sind bei der Rendite auch die ganzen Nebenkosten berücksichtigt, die ich bei einer Versicherung zahlen muss?

  4. Anastasia Schmitt, 22. Mai 2013 um 15:46 Uhr

    Was ist das für ein müder Blog, wenn eine einfache Frage nicht beantwortet werden kann…

  5. , 26. Mai 2013 um 13:42 Uhr

    @ Anastasia Schmitt

    Wenn ich es richtig sehe, haben Sie die Frage sich selbst gestellt.

  6. Anastasia Schmitt, 27. Mai 2013 um 17:11 Uhr

    Ich frage Sie Herr Dr. Lach:
    Sind bei der Rendite auch die ganzen Nebenkosten berücksichtigt, die ich bei einer Versicherung zahlen muss?

    Besser so? Wenn Sie nur alle Kommentare so “haarfein” interpretieren würden, wäre so manch andere Frage in diesem Blog beantwortet worden.

  7. , 28. Mai 2013 um 14:49 Uhr

    @ Anastasia Schmitt

    Wie Sie sicherlich genau wissen, bezieht sich in der Lebensversicherung die Überschussbeteiligung in Prozent immer auf den Sparanteil. Darüber hinaus werden mit der Prämie auch das Langlebigkeitsrisiko (Rentenversicherung) bzw. das Todesfallrisiko (Lebensversicherung) finanziert, da die Lebens- und Rentenversicherung ja immer zwei Zielen dient: Der verzinslichen Kapitalbildung und der Absicherung biometrischer Risiken. Genau diese Kombination macht das Produkt so interessant.

  8. Frieder Schwab, 30. Mai 2013 um 17:58 Uhr

    @Anastasia Schmidt

    Einen prima Überblick zu den (Neben) Kosten von LV/RV Verträgen finden Sie in den sog. Produktinformationsblättern. Dort kann man mit etwas Geduld sehr gut nachrechnen, welche Beitragsbestandteile für Abschluss, Vertrieb, Service, Verwaltung, Todesfallschutz usw. über die Vertragslaufzeit anfallen. Der eigtl. Sparbetrag leidet da mitunter beträchtlich.

  9. Wolfgang Gadow, 5. Juni 2013 um 15:58 Uhr

    Es ist mir schleierhaft warum Sparpläne immer mit Kapitalversicherungen verglichen werden. Ein Sparplan gibt mir keine Garantien, in einer Kapitalversicherung kann ich die Risiken die für mich nicht kalkulierbar sind abdecken. Sicherlich kostet diese Risikoabdeckung einen Teil der Prämie, aber wer redet denn noch von Kapitalrendite wenn mein Auszahlplan ausgelaufen ist und ich immer noch lebe. Es ist sicherlich ein tolles gefühl mit mitte Ende 80 zum Sozialamt zu laufen und Harzt IV zu beantragen, oder auch schon mit 40 weil ich durch “Burnout” oder andere Krankheiten die keiner will Berufs- oder Erwerbsunfähig geworden bin. Meinen Sparplan muss ich einstellen weil ich die Zahlungen nicht mehr aufbringen kann, und das Kapital muss ich verwerten bevor ich Ansprüche aus Sozialtransfer gelten machen kann. Meine Police läuft weiter, die Versicherungsgesellschaft zahlt die Beiträge und eine BU-Rente und mit 67 bekomme ich eine Rente aus dem angespartem Kapital. Da kann sich ja mal jeder Kritiker eine Kapitalrenditerechnung von einem Vermögensberater zeigen lassen