Arbeitsplatzvernichtung

24. April 2013 | 782 mal gelesen

Oft wird sie ideologisch diskutiert, die von den Grünen, den Linken und den Gewerkschaften geforderte Abschaffung der privaten Krankenvollversicherung zugunsten einer Bürgerversicherung.

Doch es gibt auch Konkretes: So hat ein von der Gewerkschaft Verdi in Auftrag gegebenes Gutachten zutage gebracht, dass ein solcher Schritt, Abschaffung der Vollversicherung, in der Versicherungsbranche rund 100.000 Arbeitsplätze kosten würde, davon rund 25.000 binnen eines Jahres aufgrund des mit der Abschaffung verbundenen Neugeschäftsstopps. Ebenso ist mit zum Teil erheblichen Einkommensverlusten bei den Vermittlern zu rechnen (siehe z.B. FAZ vom 8. April 2013).

Die von den Gewerkschaften vorsorglich schon einmal geforderte Arbeitsplatzgarantie scheint illusorisch. Denn der Anstieg der Versicherten in der Bürgerversicherung würde sich erst im Laufe der Zeit einstellen, kein Anlass also für die gesetzlichen Kassen, die entlassenen Mitarbeiter zu übernehmen. Und die Vermittler hätten von einer solchen Garantie gar nichts.

Bleibt abzuwarten, ob zumindest die Gewerkschaften angesichts dieser immensen Arbeitsplatzvernichtung ihre bisherige Auffassung überdenken. Wahrscheinlich ist dies nicht, denn wie gesagt: Bei diesem Thema spielt auch die Ideologie eine Rolle.