Fachchinesisch

10. April 2013 | 613 mal gelesen

Eigentlich ist es eine uralte Situation: Versicherungsunternehmen und Banken formulieren ihre Geschäfts- und Vertragsbedingungen so, dass sie kaum ein Kunde versteht. Dies bestätigt jetzt auch wieder eine aktuelle Umfrage, und manch einer der Befragten unterstellt den Instituten sogar, dies absichtlich so zu machen (siehe Versicherungswirtschaft 6/2013, S. 54).

So weit wollen wir nicht gehen. Der Grund ist wohl eher, dass die Bedingungen juristisch einwandfrei formuliert sein müssen, damit z. B. im Schadenfall klar gereglt ist, ob ein Versicherer den Schaden regulieren muss oder nicht. Wäre dies nicht der Fall, gäbe es vermutlich eine Unzahl von Rechtsstreitigkeiten, nicht nur zu Schadenfällen.

Macht aber nichts. Denn diese Schwerverständlichkeit von Finanzprodukten ist ja einer der Gründe, warum im Grunde jeder einen Vermögensberater benötigt. Denn der ist durchaus in der Lage, von Fachchinesisch ins Deutsche zu übersetzen. 🙂