Scheinbar gut versorgt

5. April 2013 | 651 mal gelesen

Ausführlich beschäftigt sich die Tageszeitung DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 4. April 2013 mit der Steuersituation von Rentnern. Ein wichtiges Thema, denn die meisten noch erwerbstätigen Menschen in Deutschland gehen – wohl gefühlsmäßig – davon aus, im Ruhestand ohnehin keine Steuern mehr zahlen zu müssen.

Das mag für die Vergangenheit zutreffen, ganz sicher aber nicht mehr für die Zukunft. Denn spätestens im Jahr 2040, wenn nach Abzug vergleichsweise geringer Freibeträge Renteneinkünfte zu 100 Prozent zu versteuern sind, wird nahezu jeder Ruheständler steuerpflichtig sein, so DIE WELT.

Als solches erst einmal kein Nachteil, denn diese im Jahr 2005 vollzogene, schrittweise Umstellung von vor- auf nachgelagerte Besteuerung der Renten hat den Vorteil, dass während der Laufzeit der Verträge höhere Beiträge investiert werden könnten, da die Zahlung durch die Abzugsfähigkeit der Beiträge quasi aus dem Bruttoeinkommen erfolgen kann.

Das Problem: Den meisten Menschen ist noch nicht bewusst, dass die aus den Verträgen resultierenden Renten später versteuert werden und so das Haushaltseinkommen im Alter empfindlich geschmälert wird. Sicher wäre der eine oder andere bereit, deshalb die monatlichen Beiträge höher anzusetzen, um diesen Steuereffekt auszugleichen. 

Zeigt sich erneut, wie wichtig kompetente Beratung ist. Denn ein guter Berater macht seinem Kunden deutlich, welche Effekte eine nachgelagerte Besteuerung hat und wie man “gegensteuern” kann. 


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