Zweifelhafte Vergleiche

25. Februar 2013 | 1.375 mal gelesen

Die Stiftung Warentest hat ganz aktuell Vergleichsportale für Stromanbieter unte die Lupe genommen, die dem Nutzer versprechen, den für ihn günstigsten Stromanbieter zu ermitteln.

Das Ergebnis des Tests: Kein einziges der Portale konnte die Note gut oder gar sehr gut erreichen (siehe z.B. Kölnische Rundschau vom 22. Februar 2013).

Vergleichsportale gibt es auch für Finanzprodukte. Und auch hier sollte der Nutzer wissen: Portale werden von Wirtschaftsunternehmen mit eigenen Interessen, vor allem mit der Absicht der Gewinnerzielung betrieben.

Hinzu kommt, dass bei Finanzprodukten allein der Preis nur eines von sehr vielen Auswahlkriterien sein sollte. Mit einbezogen werden müssen immer auch: Die Qualität und Flexibilität des Produktes mit Blick auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden, aber auch die Solidität und Finanzstärke des Anbieters. Und hierfür Bewertungskriterien zu entwickeln und sie in einem Vergleichsportal mit zu berücksichtigen, ist methodisch kaum zu bewältigen.

Kommt hinzu, dass die meisten Anbieter durchaus bereit sind, dem Vergleichsportal Provisionen zu zahlen, wenn ein Abschluss zustande kommt. Sicher wird jedes Portal von sich behaupten, dass die Höhe der Provision keinen Einfluss auf die Platzierung des Angebotes im Ranking haben wird.


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Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Anastasia Schmitt, 26. Februar 2013 um 14:17 Uhr

    Ach, schon sehr lange keinen Beitrag mehr geschrieben…

    Was soll uns das nun sagen? Gehen Sie zu einem Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung… Warum? Natürlich weil es sich hierbei nicht um Wirtschaftsunternehmen handelt, welches rein objektiv berät und keine Provision gezahlt werden muss. Also das komplette Gegenteil eines Vergleichsportals!

    Und was sich noch sehr schön als Metapher heranziehen lässt: Fahren Sie bitte keine Autos mit hunderten von PS, denn dazu muss man grundsätzlich auch vernünftig Auto fahren können. Können und Überblick heißt die Devise, dann klappt es auch mit einem Vergleichsportal 🙂

  2. Andreas Geisler, 28. Februar 2013 um 10:24 Uhr

    Da habe einen guten Tip für Sie Frau Schmitt:
    http://www.medizinfuchs.de
    Schade, dass man da keine verschreibungspflichtigen Medikamente bestellen kann – Ansonsten könnte man den Arztbesuch ganz weglassen… 🙁

  3. Anastasia Schmitt, 4. März 2013 um 09:24 Uhr

    Danke Herr Geisler, aber ich habe bereits eine gute Online-Apotheke. Zudem glaube ich nicht, dass ich hier interessante Ratschläge oder Tip(p)s erhalten werde.

    Zu ihrem scherzhaft gemeinten Ratschlag folgende Fragen: Gehen Sie nur zum Arzt, um verschreibungspflichtige Medikamente zu erhalten? Oder soll ich daraus schließen, dass Sie Diagnosen über sich selbst erstellen, sich aber keine Medikamente verschreiben können weil Sie kein Arzt sind?

    Wenn ich ganz ehrlich bin, lege ich auf die Antworten keinen großen Wert. Schließe aber bereits aus ihrer Fragestellung, dass sie bei Kundengesprächen detailliert vorgehen und unmissverständliche Fragen stellen. So wie man es von der DVAG gewohnt ist.