Vorruhestand

16. Februar 2013 | 753 mal gelesen

Es ist noch gar nicht so lange her, als fast jeder von Vorruhestand sprach. Allen voran die Gewerkschaften mit der Forderung, Arbeitnehmer spätestens mit 60 Jahren – ohne Abschläge – ins Rentnerleben zu verabschieden. Aber auch viele Unternehmen stiegen auf die Diskussion ein, um (zum Teil mit staatlicher Förderung) Personal abzubauen.

Wie sich die Zeiten geändert haben: Sukzessive steigt das der gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde liegende Renteneintrittsalter auf 67 Jahre, da anders die staatlichen Renten nicht finanzierbar sind. Viele Unternehmen suchen schon heute händeringend nach Fachkräften und sind gerne bereit, auch Ältere einzustellen. Der Anteil der Rentenbezieher, die nebenher noch arbeiten, nimmt ständig zu.

Und so kommt die Süddeutsche Zeitung am 8. Februar 2013 zum Resumée: “Ältere Menschen zu beschäftigen ist ökonomisch sinnvoller, als gesunde Ältere dafür zu bezahlen, dass sie in den Ruhestand gehen”.    

Wie wahr, und wohl der beste Weg, den Kollaps der Sozialversicherung zu verhindern. Und: Zwei Drittel der Rentner, die nebenher arbeiten, müssten dies eigentlich gar nicht, tun es aber, weil sie Freude daran haben und gesund sind.