Zinses-Zins-Effekt

19. Januar 2013 | 648 mal gelesen

Wie schön war sie doch, die gute alte Zeit, die noch gar nicht so lange her ist: Da konnte man als Berater zum Kunden fahren, mit diesem über Altersvorsorge sprechen, um dann das hierfür am besten geeignete Produkt zu präsentieren: Die private Rentenversicherung.

Eines der schlagenden Argumente, mit dem auch der letzte Zweifler am Ende überzeugt werden konnte: Der “Zinses-Zins-Effekt”, verbunden mit der Faustregel, dass sich eine Lebensversicherung im Wert in etwa verdoppelt, wenn die Laufzeit 25 Jahre beträgt. Doch die dauerhaft niedrigen Kapitalmarktzinsen haben dem “Zinses-Zins-Effekt” Glanz genommen.

Also Hände in den Schoß und am besten gar nicht vorsorgen und wenn, schon gar nicht mit einer privaten Rentenversicherung?

Ganz sicher zwei fatale Fehler hintereinander:

Wer nicht privat vorsorgt, wird im Alter auf immer weiter abschmelzende staatliche Transferleistungen angewiesen sein und ziemlich sicher keinen sorgefreien Ruhestand erleben.

Und wer auf die private Rentenversicherung als Vorsorgeinstrument verzichtet, verzichtet damit gleichzeitig auf eine lebenslang garantierte Rente sowie auf die immer noch mit am sicherste Form der langfristigen Vorsorge.