Arbeitgebermarke

18. Januar 2013 | 993 mal gelesen

Es gibt immer weniger junge Menschen, in weiten Teilen der Wirtschaft zeichnet sich der Führungskräftemangel schon jetzt deutlich ab. Mitarbeitergewinnung entwickelt sich so zunehmend zum entscheidenden Engpassfaktor in den Unternehmen.

Das gilt auch für die Finanzbranche. Der Bedarf an Vermögensberatern, die Kunden beraten und betreuen, ist riesig. Denn im Grunde benötigt jeder einen Vermögensberater. Problematisch dabei: Die meisten wissen gar nicht, mit welcher Aufgabenvielfalt und mit welchen Chancen der Beruf verbunden ist und ziehen deshalb eine solche Tätigkeit nicht in Erwägung.

Umso wichtiger deshalb, sich als “Arbeitgebermarke” zu positionieren. Ein interessantes Instrument dafür: Soziale Netzwerke wie Facebook, so ausführlich in DIE WELT vom 11. Januar 2013.

Worauf kommt es dabei an?

Regelmäßig Interessantes posten, Inhalte, die ein authentisches Bild vom Beruf vermittelt, schnell auf Anfragen reagieren, kurze (am besten keine) Abstimmungswege und ggf. das “Gegenüber” in Facebook sogar duzen. “Alles andere schafft Distanz”, so DIE WELT.

Bleibt: Natürlich ist es immer noch der beste Weg, gut beratene und zufriedene Kunden, die sich beruflich verändern oder etwas dazu verdienen wollen, auf eine Tätigkeit als Vermögensberater anzusprechen. Eine professionelle Präsenz in Facebook & Co. kann aber durchaus eine sehr wirkungsvolle Ergänzung sein, wenn man es richtig anpackt. 

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PS: Unsere eigene Facebook-Seite hat sich in rund drei Jahren ihres Bestehens prima entwickelt. In der Wertung der Unternehmensauftritte aus Deutschland liegt sie in der “Engagement-Rate” der Fans aktuell auf dem vierten Rang, noch vor Marken wie Red Bull oder McDonald’s.

 

Quelle: Socialbakers.com


Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Mathinho, 21. Januar 2013 um 13:56 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    ich stelle in diesem Zusammenhang mal eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt, wenn es um den Begriff “Arbeitgeber” im Zusammenhang mit der DVAG geht. Ist dieser Begriff für einen Außenstehenden, der sich um einen Job bemüht nicht irreführend? Die typischen Eigenschaften eines Arbeitgebers werden doch im Verhältnis Vermittler (Berater) und der DVAG nicht erbracht. Weder kann eine Arbeitsleistung gefordert werden, noch gibt es ein Arbeitsentgelt für erbrachte Leistungen. Die Provisionszahlungen werden durch den entsprechenden Produktträger gezahlt und nicht durch die DVAG. Ich bin mir bewusst, dass es keinen feststehenden und gesetzlich geregelten Arbeitgeber-Begriff gibt. Fest steht jedoch: Eine Bezeichnung Arbeitnehmer ist für die selbstständigen Berater jedenfalls nicht üblich und ja sicher seitens der DVAG nicht erwünscht.

    An der veröffentlichten Liste sieht man ja bereits welche anderen Arbeitgeber betroffen sind und eine Vergleichbarkeit ist doch dabei nicht gegeben, oder?

    Veilleicht könnten Sie dahingehend kurz Ihre Sicht der Dinge darlegen. Danke!

    Beste Grüße

  2. , 23. Januar 2013 um 09:37 Uhr

    @ Mathinho

    Zunächst der Hinweis, dass Sie in keinem Druckstück und in keiner “Verlautbarung” der DVAG jemals oder zukünftig einen Hinweis darauf finden, dass wir unsere Vermögensberater als Arbeitnehmer bezeichnen. Dies wäre nicht vereinbar mit deren Status als selbständige Unternehmer, viele davon mit eigenen Mitarbeitern.

    Der im Blogbeitrag genutzte Begriff Arbeitgebermarke stammt nicht aus dem Wortgebrauch der DVAG. Gemeint ist damit, dass es mit Blick auf den Arbeitsmarkt für die meisten Unternehmen immer wichtiger wird, sich in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Nur so kann im Wettbewerb um immer weniger Arbeitskräfte vermieden werden, dass ein Unternehmen seinen Bedarf an Arbeitskräften nicht mehr decken kann.

    Aufgrund der großen Nachfrage unserer Kunden ist und war es für die DVAG schon immer wichtig, am Markt die Chancen und Vorteile des Vermögensberaterberufes darzustellen, um so möglichst viele für diesen Beruf zu interessieren. Insoweit ist das, was in vielen anderen Unternehmen unter dem Begriff Arbeitgebermarketing jetzt erst beginnt, nämlich sich als Marke am Arbeitsmarkt zu etablieren, für die DVAG schon immer von hoher Relevanz gewesen – natürlich immer unter Beachtung der Besonderheiten des Berufsbildes Vermögensberater.