Schere

10. Januar 2013 | 986 mal gelesen

Interessant am 8. Januar 2013 die Berichterstattung im “ZDF heute-journal” gegen 22.00 Uhr: Verglichen wurden die Rentenansprüche eines Beamten im gehobenen Dienst mit denen eines leitenden Angestellten in der freien Wirtschaft. Während der Beamte mit einer Pension von über 6.000 Euro p.M. rechnen durfte, waren es beim Angestellten rund 2.000 Euro BfA-Rente.

Zugegeben: Beamte haben vielleicht nicht die Einkommenschancen wie Führungskräfte in der freien Wirtschaft. Ein derart eklatanter Unterschied bei den Altersbezügen gibt jedoch schon zu denken. Und so der Schlusskommentar des Beitrages:

Für das Hauptproblem unserer sozialen Sicherungssysteme, die ungünstige demografische Entwicklung aufgrund einer viel zu niedrigen Geburtenrate, sind alle in Deutschland verantwortlich, auch die Beamten. Insoweit ist schwer einzusehen, dass Kürzungen im Rentensystem fast gänzlich an den Pensionen der Beamten vorbeigehen.   


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Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. H.G.Mechler, 11. Januar 2013 um 00:01 Uhr

    Ihr obiger Bericht: Bezugnahme auf heute-journal ZDF vom 8.1.2013

    Der dort gezeigte Beamte ist Politbeamter Leiter eines Ministeriums Besoldung nach B 2 Gehalt 6400,–

    Pension nach 45 Dienstjahren 4600,– Euro (nicht über 6000.–Euro wie in Ihren Bericht)

    Von seiner Pension zahlt er Steuern private Kranken- und Pflegeversicherung.
    Ob er als Volljurist nach 45 Dienstjahren (vergleichbar mit einem Rechtsanwalt) zu viel hat, darüber kann man streiten.
    Ich kenne einen Rechtsanwält, einen Dipl. Steuerberater/Wirtschaftsprüfer und einen Bankdirektor die wesentlich mehr haben.

    Wollte man die Alterversorgung gerecht machen müßte man das Schweizer drei Säulenmodell einführen.
    Ob das alle Einkommensbezieher wollen ist die Frage?

    Gruß H.G.Mechler

  2. Mathinho, 13. Januar 2013 um 13:39 Uhr

    Bei dem Herrn handelte es sich um einen Beamten aus dem höheren Dienst. Eine B2 Besoldung liegt für Abteilungsdirektoren, Ministerialräte eine Besoldungsstufe unter einem Botschafter oder dem Bundesbankdirektor. Das dort eine höhere Zahlung erfolgt als bei einem leitenden Angestellten ist jedem bekannt und auch völlig in Ordnung. Bei einer entsprechenden Besoldung nach A 12 im gehobenen Dienst ist es ausgeglichen und damit auch gerecht.

    Beste Grüße

  3. , 14. Januar 2013 um 09:45 Uhr

    @ Mathinho

    Dem Verfasser liegt es fern, die “Gerechtigkeit” der Höhe der Pensionen von Beamten in Frage zu stellen oder die Höhe als solche zu kritisieren. Es ging im Blogbeitrag darum, dass die gesetzliche Rentenversicherung für Arbeiter und Angestellte in den letzten Jahrzehnten über eine Vielzahl von Rentenreformen eingeschränkt wurde, mit dem Ergebnis massiver Rentenkürzungen, die in dieser Form bei den Pensionen der Beamten nicht zu beobachten ist.

  4. H.G.Mechler, 14. Januar 2013 um 23:18 Uhr

    Herr Mathinho

    Sie haben in Ihren Bericht vollkommen recht.
    Sie sind noch großzügig mit dem gehobenen Dienst A12.
    Ich infomiere mich bei Quellenangaben im Blog wenn möglich über das Internet
    Die meisten Beamten sind im unteren oder mittleren Dienst.
    45 Jahre Dienstzeit
    Endstufe A5 Pension 1618,62 Euro Brutto
    Endstufe A9 Pension 1982,00 Euro Brutto

    Es geht alles an den Beamten vorbei?
    Das BeamtVG wurde geändert am:
    August 2006; Juli 2009; Februar 2010; März 2012
    Mit der Änderung am 15.3.2012 wurde beschlossen, daß die Beamten wie die Rentenempfänger bis 67 Jahre arbeiten müssen, sonst Abzug 3,6 vom Hundert pro Jahr.
    Ob sich das die Beamten des einfachen oder mittleren Dienstes leisten können?
    Altersteilzeit oder Betriebsrente erwirtschaften ist beim Beamten wie in der freien Wirtschaft kaum möglich.

    mit freundlichen Gruß